Montag, Dezember 18, 2017

BJJ in der Oberschule Steinkirchen

An der Oberschule Steinkirchen unterrichten wir im Rahmen der AGs Brazilian Jiu-Jitsu. Brazilian Jiu-Jitsu besteht zum größten Teil aus Bodenkampf. Die Kinder sollten gerne Ringen und Raufen und sollten keine Hemmungen vor Körperkontakt besitzen.

Weiterhin ist folgendes wichtig:

  • Erforderlich für die Teilnahme an der AG sind nur normale Sportsachen. Sollte zu Hause ein Judoanzug o.ä. vorhanden sein ist das sehr von Vorteil.
  • Trainiert wird barfuß
  • Aller Schmuck ist vor dem Training abzunehmen oder abzukleben. Für die Sicherheit auf der Matte vor allem beim Greifen sollten die Finger und Zehennägel geschnitten sein.
  • Nach der Anmeldung zur AG besteht Anwesenheitspflicht.

Was ist Brazilian Jiu Jitsu

Das Brazilian Jiu-Jitsu ( kurz BJJ oder auch Gracie Jiu-Jitsu), ist eine Abwandlung und Weiterentwicklung der, aus dem alten Samurai Ju Just entstandenen, japanischen Kampfkunst Kodokan Judo und gehört somit zur Familie der Grappling Stile (ringerische Kampfkünste / Kampfsportarten, die den Schwerpunkt auf Greifen, Werfen, Hebeln und Würgen anstelle von Schlagen und Treten legen).

Das Brazilian Jiu – Jitsu entstand aus den Lehren des japanischen Meister Misuyo Meade – einem Schüler des Judo Begründers Jigoro Kano, der sich zu Beginn des 20. Jahrhundert in Brasilien niederließ und dort die von ihm praktizierte Kampfkunst unterrichtete.

Da zu dieser Zeit auch in Japan der Begriff Judo noch nicht so geläufig war, wurde der Stil meist als „Kano Ju Just“ bezeichnet. Erst später etablierte sich der Begriff des Judo und die einst extrem effektive Kampfkunst entwickelte sich zu der heute bekannten olympischen Wettkampfsportart.

 

 

In Brasilien wurde sowohl der Begriff des „Jiu Jitsu“ für die dort trainierte „Urform“ des Judo, also auch viele der ursprünglichen auf den regellosen Zweikampf und Selbstverteidigung ausgelegten, Techniken und Trainingsweisen Jigoro Kanos beibehalten.

Grundsätzlich kann man heute die folgenden Trainingsinhalte als Säulen des BJJ sehen:

  • zur Selbstverteidigung
  • BJJ für Mixed Martial Arts (MMA)
  • Sport BJJ (Wettkampforientiert)

Bekannt wurde das Brazilian Jiu Jitsu in erster Linie durch die sogenannte „Ultimate Fighting Championship“  – dem Vorgänger der heutigen Mixed Martial Arts Veranstaltungen – bei denen Vertreter unterschiedlicher Kampfsportarten in regellosen Auseinandersetzungen gegeneinander antraten.

Hier konnte die Familie Gracie – welche von Misuyo Made lernte – lange Zeit die Kampfszene dominieren.

Grundlegende Prinzipien des BJJ

Die Techniken des Brazilian Jiu-Jitsu zeichnen sich dadurch aus, dass sie den folgenden drei Prinzipien folgen.

Straßenanwendbarkeit

Frage stets : „ Kann ich diese Technik in einem realen Kampf gegen einen schlagenden Gegner anwenden?“
Überlege folglich in jeder Position, ob, wie und wie effektiv dein Gegner dich möglicherweise mit Schlägen, Tritten, etc angreifen kann und passe die Technik entsprechend an, um seine Möglichkeit hierfür soweit wie möglich zu eliminieren! Techniken zu trainieren, die sich nicht gegen einen schlagenden Angreifer eignen entwickeln ein falsches Gefühl von Sicherheit.

Engergieeffizienz (Energy Efficiency)

Bei jeder Technik müssen wir uns die Frage stellen: „Würde diese gegen einen körperlich überlegenen (größeren, schwereren, stärkeren…) Gegner funktionieren?“

Vertraue keiner Technik, deren Erfolg von Kraft oder Schnelligkeit abhängt, da diese nicht in einem Kampf gegen einen größeren und / oder stärkeren Gegner geeignet ist. Jede Technik, deren Erfolg von Kraft und / oder  Schnelligkeit abhängig ist anstelle von Timing und Hebelgesetzen, ist nicht energieeffizient.

Natürliche Körperbewegungen (Natural Body Movements)

Zuletzt muss jede Technik auf individuelle Voraussetzungen geprüft werden. „Basiert die Technik auf natürlichen Bewegungen und erfordert keine besonderen physischen Voraussetzungen?“
Jede Technik, die es erfordert, den Körper auf unnatürliche Weise zu bewegen, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Hitze eines realen Straßenkampfes versagen. Natürliche Bewegungen sind die beste Grundlage um für den Kampf erforderliche, instinktive Reflexe zu schulen